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Umweltfreundliche Diesel

zu: „Land will noch dieses Jahr Fahrverbote“ (SZ/BZ vom 28. Februar)

Wenn Gesundheitsschäden durch Stickoxid am Neckartor in Stuttgart ab 40 Mikrogramm auftreten, an einem Schweizer Arbeitsplatz aber erst ab 6000 Mikrogramm, dann stimmt etwas nicht. Was stimmt nicht?

  1. Wenn uns die nicht gewählten Brüsseler Bürokraten vorschreiben, wie krumm eine Gurke sein soll, kann man lachen, aber nicht, wenn uns ein Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickoxid aufgezwungen wird, obwohl unser nationaler Diesel-Untersuchungsausschuss im Juni 2017 zu zwei Ergebnissen kam:
  • In Deutschland bestehen keine toxikologisch bedenklichen NO2-Werte in öffentlich zugänglichen Bereichen.

  • Es gibt keine wissenschaftlich erwiesenen Zahlen dazu, wie viele Menschen aufgrund grenzwertüberschreitender NO2-Exposition erkrankt oder gar gestorben sind.

Wie der Lungenspezialist Prof. Köhler in der SZ/BZ vom 26. Februar erläutert, sind nur toxikologische Grenzwerte sinnvoll, aber nicht solche, die auf epidemiologischen Studien beruhen. Zitat: „Laut den Studien leben Leute in Sevilla an viel befahrenen Straßen länger.“

  1. Wenn wir nicht wollen, dass der umweltfreundliche Diesel durch utopistische Umweltaktivisten kaputt gemacht wird und das überhaupt nicht umweltfreundliche Elektroauto (Produktion der Batterie) den Verbrenner ersetzen soll, wobei nur noch 15 Prozent der Arbeitnehmer gebraucht werden, dann sollten wir die Parteien abwählen, die diese „Transformation“ fordern.

Dr. Peter Vögele, Sindelfingen