

Dätzingen. Die Galerie Schlichtenmaier verlängert ihre Ausstellung „Vera Mercer – Die Bühne der Dinge“ im Schloss Dätzingen. Aufgrund der großen Nachfrage ist die Schau nun noch bis Samstag, 18. April, zu sehen.
Die in Berlin geborene Fotografin Vera Mercer besitzt die deutsche, französische, amerikanische und schweizerische Staatsbürgerschaft. Die heute 90 Jährige lebt überwiegend in Omaha im US Bundesstaat Nebraska. Ihre Arbeiten werden international ausgestellt. In der Vergangenheit wurden unter anderem Hotels der Hyatt Gruppe in Ostasien mit Fotografien der Künstlerin ausgestattet.
Mehrere kulturelle Institutionen widmen Mercer im Jahr 2026 Ausstellungen. Auch die Galerie Schlichtenmaier zeigt ihre Arbeiten an verschiedenen Orten. Präsentationen gab es bereits im Februar auf der Kunstmesse art karlsruhe sowie aktuell im Schloss Dätzingen.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen fotografische Stillleben. Auf den ersten Blick greifen sie ein klassisches Motiv der Kunstgeschichte auf. Bei näherer Betrachtung zeigen sich jedoch ungewöhnliche Perspektiven und irritierende Größenverhältnisse. Hintergründe erscheinen teilweise als fotografische Ebenen innerhalb des Bildes. Blumen, Tiere und Alltagsgegenstände wie Gläser oder Besteck werden so in eine neue Bildordnung gesetzt.
Einfluss auf Mercers Werk hatte unter anderem ihr Aufenthalt in Paris. Dort kam sie mit dem Künstlerkreis der Nouveau Réalistes in Kontakt, zu dem auch ihr erster Ehemann Daniel Spoerri gehörte. Später zog sie in die USA, wo sie gemeinsam mit ihrem zweiten Mann mehrere Restaurants gründete.
Die Ausstellung „Vera Mercer – Die Bühne der Dinge“ ist bis Samstag, 18. April, in der Galerie Schlichtenmaier im Schloss Dätzingen zu sehen. Geöffnet ist mittwochs bis freitags von 11 bis 18.30 Uhr sowie samstags von 11 bis 16 Uhr. Internet unter schlichtenmaier.de.



























