

Aidlingen. Mächtige Befestigungen, geheimnisvolle Grabhügel und spektakuläre Funde: Die Kelten gehören zu den faszinierendsten Kulturen der europäischen Vorgeschichte. Ein öffentlicher Vortrag des Heimatgeschichtsvereins Aidlingen, am Dienstag, den 17. März um 19.30 Uhr widmet sich den vielfältigen Spuren, die sie in Baden-Württemberg hinterlassen haben, und zeigt, warum sie auch heute noch von großer Bedeutung sind.
Referent des Abends ist Dr. Jörg Bofinger, Referatsleiter für prähistorische Archäologie beim Landesamt für Denkmalpflege und ausgewiesener Experte für keltische Archäologie. Seit vielen Jahren bildet der nahe gelegene Heidengraben auf der Schwäbischen Alb einen zentralen Schwerpunkt seiner Forschung. Als eine der größten befestigten keltischen Siedlungen Europas kommt dem Heidengraben eine Schlüsselrolle für das Verständnis keltischer Machtzentren, Siedlungsstrukturen und Gesellschaftsformen in unserer Region zu.
Anhand aktueller archäologischer Erkenntnisse stellt der Vortrag zentrale Fundorte in Baden-Württemberg vor – von großen Siedlungszentren über Grabhügellandschaften bis hin zu aussagekräftigen Einzelobjekten – und ordnet sie in ihren historischen und kulturellen Zusammenhang ein. Dabei wird Baden-Württemberg als ein Kernraum der keltischen Kultur nördlich der Alpen sichtbar.
Zugleich schlägt der Vortrag den Bogen in die Gegenwart: Moderne Forschungsmethoden, Denkmalpflege und neue Vermittlungskonzepte haben das Bild der Kelten grundlegend verändert. Auch die Keltenkonzeption des Landes Baden-Württemberg, die Forschung, Schutz und öffentliche Präsentation des keltischen Erbes miteinander verbindet, wird dabei thematisiert.
Der Abend richtet sich an alle, die sich für Archäologie, Landesgeschichte und die Frage interessieren, wie frühgeschichtliche Kulturen unsere heutige Landschaft und Identität geprägt haben – fundiert, anschaulich und auf dem neuesten Stand der Forschung.
Im Anschluss lädt der Heimatgeschichtsverein Aidlingen zu einem Stehempfang mit keltischem Honigwein und eisenzeitlichen Bohnensnacks ein. Der Eintritt ist frei. Spenden sind aber immer willkommen.




























