

Sindelfingen. Aktuell zeigt die Galerie Stadt Sindelfingen noch bis zum 22. März die Gruppenausstellung „Of Other Places“. Im März finden die letzten Veranstaltungen des Begleitprogramms statt, unter anderem der Vortrag „Digital Afterlife“ von Dr. Martin Hennig und Matthias Meitzler (Eberhard Karls Universität Tübingen) am Donnerstag, 12. März, um 19 Uhr.
Der Vortrag „Digital Afterlife“ von Dr. Martin Hennig und Matthias Meitzler beschäftigt sich mit dem menschlichen digitalen Nachleben und mediatisierten Formen des Erinnerns. Durch aktuelle Technologien der Künstlichen Intelligenz (KI) können Hinterbliebene mit Simulationen von Verstorbenen über Kommunikationsplattformen, Chatbots oder Avatare interagieren.
Was seit geraumer Zeit in unterschiedlichen Formaten der Populärkultur als Science Fiction verhandelt wird, ist heute längst zu einem unter dem Label der „Digital Afterlife Industry“ firmierenden Wachstumsmarkt für Start Up-Unternehmen und kommerzielle Plattformbetreiber geworden.
Im Vortrag werden Fiktionen und Vorstellungswelten des digitalen Weiterlebens beleuchtet. Aufbauend auf dem Konzept der Heterotopie wird erläutert, in welcher Weise mediale Darstellungen Welten des Wünschenswerten entwerfen können und wie diese in Bezug auf ein mögliches „Digital Afterlife“ (in filmischen Fiktionen oder auch im Marketing realer Technologien) ausgestaltet sind.
Im zweiten Teil der Präsentation geht es dann um soziale Vorstellungen zur Digital Afterlife Industry, wie sie in empirischen Interviews zur Thematik durchscheinen. Hieran werden soziologische, medienwissenschaftliche und nicht zuletzt ethische Überlegungen angeschlossen. Die Forschungen von Dr. Martin Hennig und Matthias Meitzler waren unter anderem ausschlaggebend für Stine Dejas Installation „Grave Matters“, die Teil der Ausstellung „Of Other Places“ ist.
Die Teilnahme ist kostenlos und eine Anmeldung nicht erforderlich.




























